Seniorenpflege, KI-Innovationen

Seniorenpflege: Sieben KI-Innovationen fördern digitalen Wandel

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 09:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die AGIT passt Bewerbungsfristen im CSI-Projekt an und fördert mit EFRE-Mitteln sieben digitale Lösungsansätze für die Pflege.

CSI-Projekt: AGIT verlängert Frist für Pflege-Innovationspartnerschaften
Eine Pflegefachkraft und ein Ingenieur besprechen gemeinsam digitale Lösungen in einem modernen Pflegezimmer. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Projekt Care for Sustainable Innovation (CSI) bildet einen zentralen Rahmen für die Integration technologisch gestützter Lösungen in den Sektor der Gesundheits- und Seniorenpflege. Durch die Initiierung von Innovationspartnerschaften zielt die AGIT darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Technologieentwicklern und medizinischen sowie pflegerischen Einrichtungen zu intensivieren. Im Zuge der Umsetzung dieses Vorhabens wurden im ersten Halbjahr 2026 die zeitlichen Rahmenbedingungen für die Einreichung von Projektvorschlägen angepasst.

Anpassung der Bewerbungsphasen und Förderstruktur

Die AGIT verlängerte die Bewerbungsfrist für die Innovationspartnerschaften innerhalb des CSI-Projekts bis zum 01.07.2026. Ursprünglich war für die entsprechende Bewerbungsphase der Zeitraum vom 15.03.2026 bis zum 15.06.2026 vorgesehen. Mit dieser Fristverlängerung erhielten interessierte Akteure zusätzliche Zeit, um Konzepte für die digitale Versorgung einzureichen. Eine dritte Bewerbungsrunde für die Innovationspartnerschaften wurde bereits angekündigt, was die kontinuierliche Suche nach marktfähigen Innovationen unterstreicht.

Finanziell getragen wird das Projekt Care for Sustainable Innovation durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch das Land Nordrhein-Westfalen. Diese Förderung ermöglicht die wissenschaftliche und praktische Begleitung von Pilotprojekten, die den digitalen Wandel in der Pflegepraxis vorantreiben sollen.

Fokusbereiche der technologischen Lösungen

Im Rahmen des Auswahlprozesses wurden gezielt Partner für sieben unterschiedliche Lösungsansätze gesucht. Das Spektrum der adressierten Problemstellungen umfasst sowohl infrastrukturelle als auch diagnostische und administrative Herausforderungen:

  • Smartes Seniorenzimmer: Vernetzte Lösungen für den stationären Pflegebereich.
  • Digitale Prähabilitation: Anwendungen zur Vorbereitung von Patienten auf medizinische Eingriffe.
  • KI-gestützte Administration: Einsatz von Künstlicher Intelligenz für die Dokumentation und die Erstellung von Arztbriefen.
  • Spezialisierte Anwendungen: Hierzu zählen Projekte unter den Bezeichnungen BrainBridge, SHYVT, JawBuddy sowie My Musawo.
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Stand der realisierten Innovationspartnerschaften

Bereits vor Ablauf der jüngsten Bewerbungsfristen konnten mehrere Kooperationsmodelle erfolgreich etabliert werden. Diese Partnerschaften bilden reale Anwendungsszenarien ab und wurden teilweise durch Kick-off-Veranstaltungen im digitalHUB Aachen gestartet.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Pflegeorganisation. Das Unternehmen CLARAPLAN arbeitet hierzu mit den St. Gereon Seniorendiensten und dem Franziskusheim an einer KI-gestützten Pflegeplanung. Parallel dazu erprobt MediSync gemeinsam mit der Hausarztpraxis von Prof. Dr. Mücke Systeme zur automatisierten KI-Dokumentation. Ein weiteres Projekt umfasst eine KI-API-Plattform für die Pflege, an der MAXAEL Systems, Meknes LongLife und Helga Engels beteiligt sind.

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Im Bereich der klinischen Anwendung und Hilfsmittelentwicklung kooperiert JawBuddy mit der Uniklinik RWTH Aachen, um digitale Lösungen für die Selbsttherapie bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) zu entwickeln. Zudem wurde eine Partnerschaft zwischen hiptron und dem Luisenhospital Aachen initiiert, die sich der Entwicklung eines vernetzten Rollators widmet, der mit spezieller Sensorik ausgestattet ist. Diese Beispiele verdeutlichen die Bandbreite der CSI-Initiative, die von digitaler Diagnostik bis hin zu hardwarebasierten Assistenzsystemen reicht.

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