Venezuelas, Maduro

Venezuelas Maduro wirft USA Bruch von Vereinbarung über Sanktionen vor

21.04.2024 - 14:49:54

Venezuelas autoritär regierender Präsident Nicolás Maduro hat die USA beschuldigt, ihre Zusagen zur Aufhebung von Sanktionen nicht eingehalten zu haben.

Venezuela habe alle mit der US-Regierung besprochenen Verpflichtungen "vollständig" erfüllt, teilte Maduro am Samstag über die Plattform X (ehemals Twitter) mit. "Wir sind diejenigen, die mit größtem Willen die Verteidigung des venezolanischen Volkes, das Recht auf Unabhängigkeit und Frieden erfüllt haben", sagte er weiter. Die USA hatten erst am Mittwoch mitgeteilt, Sanktionen gegen Venezuelas Öl- und Gassektor wieder in Kraft zu setzen, um Druck auf die Regierung des südamerikanischen Landes auszuüben.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte Maduro sich mit Teilen der Opposition in einem im Karibikstaat Barbados unterzeichneten Abkommen auf eine Präsidentenwahl verständigt, für die beide Lager ihre Kandidaten frei bestimmen dürfen. Die USA hatten "zur Unterstützung des Abkommens" damals Sanktionen gelockert, die Erleichterungen für den venezolanischen Öl- und Gassektor aber auf sechs Monate bis Mitte April befristet.

Beobachter rechnen allerdings nicht mit einer freien und fairen Wahl. Zuletzt wurden zahlreiche Oppositionelle sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft festgenommen und regierungskritische Kandidaten von der Wahl ausgeschlossen. Die staatlich gelenkte Justiz belegte Oppositionsführerin María Corina Machado mit einem Amtsverbot. Ihr wurde wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten während ihrer Zeit als Abgeordnete die Ausübung öffentlicher Ämter für 15 Jahre untersagt. Ihre Ersatzkandidatin Corina Yoris konnte nicht in die Wahlliste eingetragen werden. Das Oppositionsbündnis einigte sich deswegen am Freitag auf den Diplomaten Edmundo González Urrutia als Präsidentschaftskandidaten. Er soll Maduro, der eine dritte Amtszeit anstrebt, bei der Wahl am 28. Juli herausfordern.

Das Erdölland Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Wirtschaft des einst wohlhabenden Landes mit reichen Erdölvorkommen leidet unter Missmanagement, Korruption und Sanktionen. Mehr als sieben Millionen Menschen haben Venezuela nach UN-Angaben in den vergangenen Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Venezuelas neue Führung festigt nach Maduros Sturz die Macht Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen festigt seine ihm loyale Nachfolgerin ihre Macht im Land. (Boerse, 06.01.2026 - 06:35) weiterlesen...

Maduro wegen Drogenterrorismus in New York vor Gericht Nach seiner Gefangenennahme durch US-Spezialkräfte in Caracas soll Venezuelas autoritärem Präsidenten Nicolás Maduro in den USA der Prozess wegen Drogendelikten gemacht werden. (Boerse, 05.01.2026 - 16:02) weiterlesen...

Venezuelas neue Regierung geht auf USA zu Der Druck der USA auf Venezuela scheint nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro erste Wirkung zu zeigen. (Boerse, 05.01.2026 - 07:05) weiterlesen...

Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. (Boerse, 05.01.2026 - 06:00) weiterlesen...

Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. (Boerse, 05.01.2026 - 05:30) weiterlesen...

Venezuelas Außenminister: Maduro bleibt Präsident Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmäßiger Präsident des südamerikanischen Landes."In Venezuela gibt es einen verfassungsmäßigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist", sagte Außenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. (Boerse, 05.01.2026 - 05:29) weiterlesen...