Dänemark: Trump hat Zolldrohungen nicht zurückgenommen
16.01.2025 - 15:49:19 | dpa.deDas bestätigte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach einem Treffen mit dem Außenausschuss des dänischen Parlaments.
Man bereite sich von dänischer Seite auf keine konkreten Maßnahmen vor, sagte Frederiksen. Von US-Seite sei jedoch angedeutet worden, dass leider eine Situation entstehen könne, in der man wirtschaftlich weniger zusammenarbeiten werde als heute. Empfehlen könne man so etwas nicht im Geringsten, ergänzte sie. "Wir wünschen uns im Handelsbereich keinerlei Form von Konflikt mit den Amerikanern."
Frederiksen hatte den Außenausschuss zuvor über ihr Telefonat mit Trump informiert, in dem es am Vortag unter anderem um die von dem Republikaner geäußerten Begehrlichkeiten hinsichtlich Grönlands gegangen war. In dem 45-minütigen Gespräch mit Trump verwies Frederiksen nach Angaben ihres Büros auf Aussagen des grönländischen Regierungschefs Múte B. Egede, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe, und auch darauf, dass Grönland selbst einen Entschluss hinsichtlich seiner Unabhängigkeit treffen werde.
Trump hatte zuletzt mehrfach Interesse am zum Nato-Partner Dänemark zählenden Grönland geäußert. Dabei schloss er auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht aus, um Kontrolle über die größte Insel der Erde oder auch über den Panamakanal zu erlangen. Für Dänemarks Wirtschaft sind die Vereinigten Staaten noch vor Deutschland das wichtigste Exportland.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut. Daraus echten Profit schlagen ist besser.
Verstehe nicht nur, was in der Wirtschaft passiert, sondern wie du dein Portfolio optimal darauf ausrichtest. 'trading-notes' übersetzt für dich dreimal wöchentlich komplexe Marktdynamiken in konkrete, verlässliche Trading-Empfehlungen.
Jetzt abonnieren .

