Arbeitsmarkt, Maßnahmen

Eschborn - Fehlende Chancengerechtigkeit kostet Unternehmen wertvolle Talente.

27.02.2025 - 10:51:16

Arbeitsmarkt: Weniger als jedes zweite Unternehmen ergreift Maßnahmen für mehr Teilhabe / Zero Discrimination Day am 1. März. Zwar sehen 68 % der Unternehmen die Förderung von Vielfalt als ihre Verantwortung, doch konkrete Maßnahmen bleiben oft aus. Menschen mit Behinderung, Beschäftigte mit niedrigem Bildungsabschluss und Minderheiten haben weiterhin schlechtere Chancen, das zeigt der Randstad Trendreport. Wie Unternehmen gezielt für mehr Teilhabe sorgen können, erklärt Verena Menne von Randstad Deutschland.

Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion stehen bei vielen Unternehmen ganz oben auf der Agenda - zumindest in der Theorie. Laut dem aktuellen Randstad Trendreport zur Chancengerechtigkeit erkennen 68 % der Unternehmen an, dass sie eine aktive Rolle dabei spielen müssen, Chancengerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt herzustellen. Doch wenn es um die tatsächliche Umsetzung geht, klaffen Anspruch und Realität weit auseinander: Nur 47 % der Unternehmen ergreifen konkrete Maßnahmen, um die Teilhabe und Chancen aller Mitarbeitenden zu fördern.

"Chancengerechtigkeit bedeutet, dass alle Talente gleiche Chancen in der Arbeitswelt haben - unabhängig von Herkunft, Bildung oder körperlichen Voraussetzungen", betont Verena Menne, Director Group HR bei Randstad Deutschland. "Doch diese Realität ist in vielen Unternehmen noch nicht gegeben. Wer dem Fachkräftemangel entgegenwirken will, muss aktiv daran arbeiten, Hürden für benachteiligte Gruppen abzubauen, und jeden Menschen bestmöglich fördern."

Menschen mit Behinderung und gering qualifizierte Talente besonders betroffen von fehlender Förderung

Auch wenn sich viele Unternehmen Diversity auf ihre Fahnen schreiben, bleiben gerade jene Gruppen, die besondere Unterstützung brauchen, oft außen vor:

"Die Zahlen zeigen deutlich: Viele Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, setzen aber noch zu wenige konkrete Maßnahmen um", so Verena Menne. "Dabei gibt es bewährte Strategien, um mehr Teilhabe in der Arbeitswelt zu ermöglichen."

Von Recruiting bis Weiterbildung: So fördern Unternehmen Chancengerechtigkeit aktiv

Der Randstad Trendreport #4 zeigt, welche Maßnahmen Unternehmen ergreifen können, um Chancengleichheit für ihre Beschäftigten zu verwirklichen:

Flexible Arbeitsmodelle nutzen: Hybrides Arbeiten, individuelle Arbeitszeiten und Homeoffice können es beispielsweise Menschen mit Behinderung erleichtern, ihre beruflichen Potenziale voll auszuschöpfen.

Inklusives Recruiting verbessern: Unternehmen können ihre Bewerbungsprozesse barrierefreier gestalten und gezielt auf unterrepräsentierte Gruppen zugehen.

KI als Inklusionsbooster einsetzen: Laut Randstad nutzen Menschen mit Behinderung KI doppelt so häufig bei der Jobsuche wie andere Gruppen (53 % vs. 27 %) - digitale Tools können einen großen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.

Weiterbildung gezielt für benachteiligte Gruppen öffnen: 55 % der Unternehmen sehen Handlungsbedarf bei der Förderung von gering qualifizierten Talenten - durch gezielte Qualifizierungsangebote kann das gelingen.

"Chancengleichheit sollte fest in den Werten von Arbeitgebern verankert und eine erlebte Unternehmensstrategie sein", sagt Verena Menne. "Unternehmen, die jetzt gezielt in Diversität und Inklusion investieren, werden langfristig erfolgreicher sein - weil sie aus dem gesamten Talentpool schöpfen können."

Welche weiteren Maßnahmen Unternehmen für mehr Chancengerechtigkeit ergreifen können, zeigt der Randstad Trendreport #4. Neben Best Practices aus der Wirtschaft liefert er aktuelle Daten aus dem Randstad Arbeitsbarometer sowie der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung und gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen, die ihre Arbeitsmodelle inklusiver gestalten möchten.

Der vollständige Trendreport steht unter folgendem Link zum Download bereit.

Über den Randstad Trendreport zur Chancengerechtigkeit

Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus dem aktuellen Trendreport der mehrteiligen New Work Studie von Randstad. Diese befasst sich in mehreren Teilen mit der Frage, wie sich die neue Arbeitswelt weiterentwickelt. Der Trendreport #4 dieser Reihe setzt sich mit dem Thema Chancengerechtigkeit / Equity am Arbeitsmarkt auseinander und bietet Einblicke in konkrete Handlungsfelder für Unternehmen und Orientierung für Arbeitnehmer:innen und Bewerber:innen. Die inhaltliche Grundlage für den Trendreport bilden mehrere Untersuchungen und Umfragen, die in regelmäßigen Abstand im Auftrag von Randstad durchgeführt wurden, wie das Randstad Arbeitsbarometer und die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung sowie Einschätzungen anerkannter Expert:innen in der Welt der Arbeit.

Über Randstad

Randstad ist einer der weltweit führenden Personaldienstleister mit dem Ziel, so spezialisiert und so fair zu werden wie kein anderes Unternehmen in der Welt der Arbeit. Durch die Unternehmensstrategie "partner for talent" finden, fördern und verbinden wir spezialisierte Talente mit Unternehmen - weltweit, vor Ort und immer mit hoher Geschwindigkeit. Die Angebote unserer Spezialisierungen Randstad Operational, Professional, Digital und Enterprise umfassen den gewerblich-technischen ebenso wie den Professional-Bereich, digitale Talentlösungen sowie End-to-End-Unternehmenslösungen. Wir schaffen leistungsfähige, vielfältige und agile Teams und unterstützen jeden Einzelnen dabei, eine erfolgreiche Karriere mit gleichen Chancen zu erreichen.

Randstad Deutschland ist mit rund 32.200 Mitarbeitenden, darunter 2.200 internen, und 440 Standorten in 300 Städten vertreten. Unser Umsatzvolumen umfasste 2024 1,648 Milliarden Euro. CEO ist Richard Jager.

Seit über 55 Jahren in Deutschland aktiv, gehört Randstad Deutschland zur 1960 in Amsterdam gegründeten und dort börsennotierten Randstad N.V. mit Sitz im niederländischen Diemen. 2024 hat Randstad mit rund 40.000 Mitarbeitenden weltweit mehr als 1,7 Millionen Menschen in 39 Ländern bei ihrer Suche nach einem für sie passenden Job geholfen und damit einen Gesamtumsatz von 24,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.

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