Wirtschaftsministerium, Trumps

Wirtschaftsministerium widerspricht Trumps Kohle-Aussagen

09.04.2025 - 13:34:17

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Aussagen von US-PrĂ€sident Donald Trump zu einer angeblichen RĂŒckkehr zur Kohle in Deutschland widersprochen.

Deutschland werde bis spÀtestens 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin. "Neue Kohlekraftwerke werden nicht errichtet. Hingegen wurden 2024 achtzehn Kohlekraftwerke abgeschaltet."

Letztes grĂ¶ĂŸeres Kohlekraftwerk 2020 fertiggestellt

US-PrĂ€sident Trump will in den USA die Kohle fördern. Über Deutschland behauptete er, dort wĂŒrden angeblich ĂŒberall neue Kohlekraftwerke in Betrieb genommen. Laut Bundesnetzagentur wurde das letzte grĂ¶ĂŸere Kohlekraftwerk 2020 in Datteln fertiggestellt.

Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang BĂŒchner hatte dazu nur gesagt: "SelbstverstĂ€ndlich bleiben wir in einem freundlichen und offenen GesprĂ€ch mit den USA."

Weltgemeinschaft vereinbarte 2023 erstmals Abkehr von Kohle

Kohleverbrennung gilt als die klimaschĂ€dlichste Art der Energieerzeugung. Auf der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 hatte sich die Weltgemeinschaft nach jahrzehntelanger Diskussion erstmals auf die Abkehr von Kohle, Öl und Gas geeinigt.

Im Zollstreit hatte Trump die EU aufgefordert, mehr amerikanische Energie zu importieren. Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, hierzulande schlössen Unternehmen die VertrĂ€ge ab und nicht der Staat. Generell ziele die deutsche Energiepolitik darauf, sich eine Vielzahl neuer Bezugsquellen zu erschließen und mit dem Ausbau erneuerbarer Energien immer unabhĂ€ngiger zu werden von Importen, insbesondere fossiler Energien.

@ dpa.de