Mit einer Durchschnittstemperatur von 2,1 Grad war der Winter 2024 / 25 kühler als der im Vorjahr.
27.02.2025 - 12:40:50Milder Winter bringt keinen neuen Rekord
Mild, sonnig, trocken: Der zu Ende gehende Winter brachte keine neuen Rekorde, reiht sich aber ein in eine lange Reihe warmer Winter. Das geht aus der vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Basis sind erste Auswertungen von rund 2.000 Messstationen.
Die Durchschnittstemperatur lag im Winter 2024/25 bei 2,1 Grad. Das waren 1,9 Grad mehr als im Durchschnitt der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen - und wärmeren - Vergleichsperiode 1991 bis 2020 betrug das Plus 0,7 Grad.
Der Winter 2023/24 war mit durchschnittlich 4,0 Grad um einiges wärmer gewesen. Der DWD hatte den vorläufigen Wert von 4,1 Grad später um 0,1 Grad nach unten korrigiert. Den bisherigen Temperaturrekord hält der Winter 2006/07 mit durchschnittlich 4,4 Grad. Dennoch war der Winter 2024/25 «der 14. Mildwinter in Folge», wie der DWD berichtete.
Es fielen mit rund 155 Litern pro Quadratmeter nur etwa 86 Prozent des durchschnittlichen Niederschlags der Referenzperiode 1961–1990. Verglichen mit der neueren Periode 1991–2020 waren es sogar nur rund 82 Prozent des Solls.
Mit 194 Sonnenstunden übertraf der Winter sein Soll von 153 Stunden (1961–1990) um 27 Prozent. Selbst im Vergleich zur neueren Periode 1991–2020 lag dies noch 14 Prozent über dem Durchschnitt.
Für Meteorologen geht der Winter in jedem Jahr vom 1. Dezember bis zum 28. Februar. Auch aus statistischen Gründen berechnen die Forscher ihre Daten in ganzen Monaten. Der kalendarische Frühlingsanfang wechselt, denn er hängt vom Sonnenstand ab: Die Sonne steht an diesem Termin senkrecht über dem Äquator. In diesem Jahr beginnt der Frühling im Kalender am 20. März.