Mika Baur, Jürgen Klopp

Mika Baur vor DFB-Debüt: Sohn von Handball-Weltmeister Markus Baur im Fokus

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 12:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mika Baur steht vor seinem möglichen Debüt für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Der 22-Jährige folgt damit dem Beispiel seines Vaters Markus Baur, der als Handballer Europameister und Weltmeister wurde.

  • Aus Paderborn über Glasgow ins Nationalteam.  - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Aus Paderborn über Glasgow ins Nationalteam. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Plötzlich im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Mika Baur in Herzogenaurach. - Bild: Federico Gambarini/dpa
    Plötzlich im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Mika Baur in Herzogenaurach. - Bild: Federico Gambarini/dpa
  • Der Vater hat das Höchste gereicht: Handball-Weltmeister Markus Baur (r) 2007. - Bild: Franz-Peter Tschauner/dpa
    Der Vater hat das Höchste gereicht: Handball-Weltmeister Markus Baur (r) 2007. - Bild: Franz-Peter Tschauner/dpa
Aus Paderborn über Glasgow ins Nationalteam.  - Bild: Federico Gambarini/dpa Plötzlich im Rampenlicht der Öffentlichkeit: Mika Baur in Herzogenaurach. - Bild: Federico Gambarini/dpa Der Vater hat das Höchste gereicht: Handball-Weltmeister Markus Baur (r) 2007. - Bild: Franz-Peter Tschauner/dpa

Mika Baur steht in dieser Woche überraschend vor seinem möglichen Debüt für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klopp.

Vom Paderborner Aufsteiger zu Celtic Glasgow

Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler wechselte im Sommer vom Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn zum schottischen Topclub Celtic Glasgow. Dass ihn dieser Schritt nun in den Kreis der Nationalmannschaft führen könnte, bezeichnete Baur selbst als unrealistisch.

Als Klopp Ende Juli bei seiner Präsentation von einer Liste mit 57 Kandidaten für die DFB-Auswahl gesprochen hatte, rechnete Baur nach eigenen Angaben nicht damit, dass sein Name darauf stehen könnte. Erst ein Anruf änderte seine Einschätzung.

„Alles aufsaugen“ beim DFB

Nach den ersten Trainingseinheiten unter Klopp sagte der 1,72 Meter große und 62 Kilogramm schwere Spieler, das Geschehen fühle sich weiterhin unrealistisch an. Er wolle in dieser Woche „alles aufsaugen“ und im Idealfall erste Länderspielminuten sammeln.

Baur habe zudem den Wunsch geäußert, seinen „Fußabdruck“ zu hinterlassen. Als Kind hatte er auch Handball ausprobiert, entschied sich dann aber für den Fußball.

Vater Markus Baur kommt nach Thessaloniki

Sein Vater Markus Baur wird die zweite Nations-League-Partie am kommenden Sonntag in Thessaloniki verfolgen. Zum Spiel gegen Serbien an diesem Donnerstag um 20.45 Uhr im Münchner Stadion kann er nicht kommen.

Markus Baur wurde 2004 mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft Europameister und 2007 Weltmeister. Mika empfindet die Erfolge seines Vaters nach eigener Aussage weder als Auftrag noch als Bürde, sondern als Leistung, auf die dieser sehr stolz sein könne.

Neustart mit großer Auswahl

Mika Baur steht für den personellen Umbruch, den Jürgen Klopp mit einem ungewöhnlich großen Aufgebot eingeleitet hat. In den ersten beiden Nations-League-Partien setzte der neue Bundestrainer auf zahlreiche Veränderungen; insgesamt rückten auch Spieler aus dem erweiterten Kader in den Blick. Das erhöht die Chancen für Debütanten, macht die Rollenverteilung im Team aber zugleich weniger gefestigt.

Sportlich verlief der Auftakt wechselhaft: Auf ein 1:1 gegen die Niederlande folgte eine 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland. Nach zwei Spielen liegt Deutschland damit in seiner Gruppe unter Druck. Für die nachrückenden Spieler gegen Serbien und Griechenland geht es deshalb nicht nur um persönliche Premieren, sondern auch darum, Stabilität in eine Mannschaft zu bringen, die sich erst neu formiert.

Vom Aufsteiger nach Glasgow

Baurs Weg verdeutlicht zudem, wie schnell sich die Perspektive eines jungen Profis verändern kann. Nach dem Schritt vom SC Paderborn zu Celtic Glasgow folgt nun die Einladung zur Nationalmannschaft. Seine geringe Körpergröße spielt dabei offenbar eine kleinere Rolle als technische Fähigkeiten, Anpassungsfähigkeit und die Entwicklung im Verein.

Für Zuschauer wird sein möglicher Einsatz besonders interessant, weil sich an ihm die Nachwuchsstrategie des DFB konkret beobachten lässt: Nicht nur etablierte Namen, sondern auch Spieler mit internationaler Vereinsperspektive erhalten eine Bühne. Ein Debüt wäre zunächst ein persönlicher Meilenstein; dauerhaft durchsetzen muss sich Baur jedoch über Leistungen bei Celtic und in weiteren Lehrgängen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Euronews: „Griechenland schockt DFB-Elf - Jürgen Klopp schon unter Druck“ (28.09.2026)

Der Bericht hebe hervor, dass Mika Baur zu den neun Länderspiel-Neulingen im zweiten Klopp-Aufgebot gehöre. Anders als die dpa-Meldung richte Euronews den Schwerpunkt auf die Niederlage gegen Griechenland, die große personelle Rotation und den Druck auf den neuen Bundestrainer.

BR24: „Bayerns DFB-Kicker nach Klopp-Auftakt: Adeyemi auf Sanés Spuren“ (28.09.2026)

BR24 ordne den zweiten Kaderblock in den Versuch ein, nach dem wechselhaften Auftakt und der Heimniederlage gegen Griechenland einen möglichen Abstieg aus der Nations-League-Liga A zu verhindern. Der Beitrag bestätige Baurs Zugehörigkeit zur zweiten Auswahl nicht ausdrücklich, zeige aber, dass Klopp die personelle Sichtung fortsetze und die verbleibenden Partien für weitere Debüts nutze.

Beide Beiträge bestätigten den größeren Rahmen von Baurs möglichem Debüt: einen umfassenden personellen Umbruch nach einem durchwachsenen Start. Unterschiede lägen vor allem im Fokus – Euronews betone die internationale Einordnung der Niederlage, BR24 die Bewertung einzelner Spieler und die sportliche Aufgabe der kommenden Partien.

Disclaimer...

de | politik | 70197429 |