Werder-Profi, Sack

Leonardo Bittencourt macht nach dem Bremer Pokal-Aus in Bielefeld keinen Hehl aus seiner Wut.

26.02.2025 - 05:02:35

Werder-Profi nach 1:2 sauer: «Geht mir einfach auf den Sack». Auch von den Fans gibt es Ärger.

Werder Bremens Leonardo Bittencourt hat sein Team nach dem Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal bei Arminia Bielefeld scharf kritisiert. Werder sei dabei, eine bis zur Winterpause starke Saison quasi wegzuschmeißen. «Das regt mich am meisten auf, dass wir es nicht geschafft haben, dranzubleiben», sagte der 31-Jährige. «Keine Ahnung, warum. Wir denken, wir sind die Krassesten oder was weiß ich. Das geht mir einfach auf den Sack, was wir hier für Chancen wegschmeißen.»

Becher und böse Worte

Die Niederlage des Fußball-Bundesligisten beim Drittligisten erzürnte auch die Anhänger. Als die Spieler nach der Partie vor ihre Fankurve traten, gab es böse Worte. Zudem flogen Plastikbecher und eine Fahnenstange Richtung Platz. «Ich bin schon lange hier, aber habe sie noch nicht so erlebt», sagte Bittencourt.

Für den Ärger zeigte er Verständnis. Das Werfen von Gegenständen müsse aber nicht sein. «Sprecht uns an, schreit uns an, schickt uns weg, alles gut. Da stehen wir auch dafür. Da gehen wir auch hin», sagte er. «Aber Sachen auf den Platz werfen, das haben wir in den letzten Monaten, glaube ich gesehen, gehört sich nicht.» Die Fans hätten dies aber auch eingesehen.

Bittencourt: «Da rasiere ich jetzt drüber»

An der von Trainer Ole Werner vermittelten Spielidee liege die aktuelle Krise nicht. «Unsere Pläne sind Woche für Woche gut. Aber wir bringen es einfach nicht auf den Platz», erklärte Bittencourt. «Wir müssen jetzt mal ein anderes Gesicht zeigen. Ansonsten weiß ich nicht, wo das endet.»

Werder hat von neun Pflichtspielen in diesem Jahr nur eines gewonnen. Die Niederlage im Pokal ist der vorläufige Tiefpunkt.

Atmosphärische Störungen gibt es in der Mannschaft laut Bittencourt aber nicht. «Nee, gibt’s nicht und das ist das Problem. Vielleicht muss da ein bisschen Störung rein.» Das Team sei «wahrscheinlich zu lieb. Alles ist immer schön. Alles ist immer gut», sagte der Routinier. «Da rasiere ich jetzt drüber. Das ist mir scheißegal.»

@ dpa.de