Arbeitslosigkeit September 2026, Bundesagentur für Arbeit

Arbeitslosigkeit sinkt im September unter drei Millionen – Herbstbelebung bleibt schwach

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 09:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im September waren in Deutschland 2,994 Millionen Menschen arbeitslos – 67.000 weniger als im August, aber 40.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank auf 6,4 Prozent; die saisonale Herbstbelebung fiel damit schwächer aus als üblich.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September auf 2,994 Millionen gesunken und damit wieder unter die Marke von drei Millionen gefallen.

Rückgang gegenüber August

Im Vergleich zum August waren 67.000 Menschen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zurück.

Mehr Arbeitslose als vor einem Jahr

Gegenüber September 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 40.000. Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg teilte die Zahlen mit.

Schwache Herbstbelebung

Der Rückgang im September ist saisonal bedingt. Die sogenannte Herbstbelebung fällt in diesem Jahr jedoch schwach aus.

Herbstbelebung bleibt hinter Erwartungen zurück

Der Rückgang im September folgt dem üblichen saisonalen Muster: Nach dem Ende der Sommerpause nehmen Ausbildung, Beschäftigung und Einstellungen typischerweise wieder zu. Dass die Zahl der Arbeitslosen dennoch über dem Vorjahreswert liegt, zeigt, dass diese Belebung die schwächere Grunddynamik des Arbeitsmarkts nicht vollständig ausgleicht.

Die Entwicklung verläuft zudem nach Branchen unterschiedlich. Dienstleistungen stützen den Arbeitsmarkt, während Industrie und Handel weiterhin mit vorsichtigen Personalplänen arbeiten. In der Industrie wirken strukturelle Veränderungen, darunter der Umbau der Autoindustrie, ebenso wie eine verhaltene Nachfrage auf die Beschäftigung.

Konjunkturerholung erreicht Beschäftigung verzögert

Eine bessere Wirtschaftsstimmung führt nicht unmittelbar zu mehr Arbeitsplätzen. Unternehmen besetzen offene Stellen häufig erst, wenn Auftragseingänge und Geschäftserwartungen über längere Zeit stabil sind. Für Beschäftigte bedeutet das, dass sich eine konjunkturelle Erholung zunächst eher in weniger Entlassungen als in deutlich mehr Neueinstellungen zeigen kann.

Gleichzeitig verschärft der demografische Wandel den Fachkräftemangel: Viele Beschäftigte aus den geburtenstarken Jahrgängen scheiden aus dem Erwerbsleben aus, während jüngere Jahrgänge kleiner sind. Für Arbeitsuchende bleiben damit Qualifikation, regionale Mobilität und der Zugang zu wachsenden Dienstleistungsberufen wichtige Faktoren. Für Betriebe steigt der Druck, vorhandene Beschäftigte weiterzubilden und Arbeitskräfte zu gewinnen.

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