Nations League: Klopp droht mit Deutschland das Viertelfinale zu entgehen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 06:02 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr zweites Spiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp gegen Griechenland mit 0:1 verloren und liegt in der Nations-League-Gruppe 2 der Liga A nach zwei Partien auf dem dritten Platz.
Griechenland setzt sich ab
Die DFB-Auswahl hat damit einen Punkt auf dem Konto. Griechenland führt die Gruppe nach zwei Siegen mit fünf Punkten Vorsprung an, die Niederlande folgen mit vier Zählern. Serbien ist nach zwei Niederlagen noch punktlos.
Deutschland wollte als Gruppensieger oder Zweiter das Viertelfinale erreichen. Nach der Niederlage gegen Griechenland ist dieses Ziel schwieriger geworden. Kapitän Joshua Kimmich sagte, die Mannschaft müsse nun die nächsten Spiele gewinnen; der erste Platz sei weit entfernt.
Viertelfinale nicht mehr erreichbar
Verpasst die DFB-Auswahl die ersten beiden Gruppenplätze, ist die Teilnahme am Viertelfinale ausgeschlossen. Damit entfällt auch die Möglichkeit, sich für das Final Four im Juni 2027 zu qualifizieren.
Mehrere Wege nach der Gruppenphase
Als einer der beiden besten Gruppendritten würde Deutschland in der A-Liga bleiben und im März direkt in die Qualifikation für die Europameisterschaft 2028 einsteigen. Dafür müsste die Mannschaft ihre Position in den verbleibenden Spielen deutlich verbessern.
Als einer der beiden schlechteren Gruppendritten oder als einer der beiden besten Gruppenvierten müsste Deutschland im März in Relegationsspielen gegen einen Tabellenzweiten der B-Liga antreten. Nur ein Erfolg in diesen Playoffs würde den Verbleib in der A-Liga sichern.
Direkter Abstieg möglich
Als einer der beiden schlechtesten Gruppenvierten würde Deutschland direkt absteigen und in der B-Liga antreten. Die neue A-Liga mit dann 18 statt 16 Mannschaften würde im Herbst 2028 ohne die DFB-Auswahl stattfinden.
Früher Rückstand in der Gruppe
Die Niederlage verschärft die Ausgangslage für Deutschland bereits nach einem Drittel der Vorrunde. Griechenland hat mit zwei Siegen den maximalen Ertrag erzielt, während die DFB-Auswahl aus dem Auftakt gegen die Niederlande und dem Heimspiel gegen Griechenland nur einen Punkt mitnimmt. Der Abstand von fünf Punkten auf den Spitzenreiter lässt sich zwar rechnerisch noch verkürzen, setzt aber mehrere Siege in den verbleibenden Partien voraus.
Besonders wichtig wird das direkte Rückspiel gegen Griechenland am 4. Oktober in Thessaloniki. Zuvor trifft Deutschland am 1. Oktober in München auf Serbien. Gegen den punktlosen Tabellenletzten bietet sich der Mannschaft die Möglichkeit, den ersten Sieg der Gruppenphase zu holen und den Anschluss an die Niederlande und Griechenland zumindest teilweise wiederherzustellen.
Mehr als nur ein verpasstes Viertelfinale
Die Platzierung entscheidet nicht allein über das Viertelfinale. Ein Rang unter den besten beiden Gruppenplätzen führt in die K.-o.-Runde und hält den Weg zum Final Four im Juni 2027 offen. Für die DFB-Auswahl geht es zugleich um die Einordnung in der A-Liga: Ein guter dritter Platz würde den Verbleib ohne Relegation sichern, während ein schlechterer Gruppenplatz zusätzliche Entscheidungsspiele oder den direkten Abstieg bedeuten könnte.
Die Niederlage gegen Griechenland war zugleich Klopps erstes Heimspiel als Bundestrainer. Nach dem 1:1 zum Auftakt in den Niederlanden bleibt der neue Trainer damit ohne Sieg. Die nächsten beiden Begegnungen haben deshalb sportlich und für die Bewertung des Neustarts besonderes Gewicht.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
n-tv: „Griechenland verdirbt Jürgen Klopp die Heimpremiere“ (27.09.2026)
Der Bericht bestätige die 0:1-Niederlage und hebe neben der geringen Zahl deutscher Chancen die fünf Änderungen in der Startelf hervor. Er ordne das Ergebnis zugleich als Folge eines noch laufenden personellen Umbaus ein und lasse offen, wie schnell Klopp daraus eine stabile Formation entwickeln könne.
WEB.DE: „Erste Klopp-Niederlage! Deutschland verliert gegen Griechenland“ (27.09.2026)
WEB.DE bestätige ebenfalls den späten Gegentreffer nach einem abgefälschten Schuss von Dimitrios Kourbelis und betone die zähe deutsche Offensive. Der Artikel setze den Schwerpunkt stärker auf Klopps Casting mit mehreren Debütanten; wie sich diese Experimente auf die kommenden Gruppenspiele auswirkten, bleibe offen.
Beide Berichte stimmten im Ergebnis und in der Beschreibung einer wenig durchschlagskräftigen deutschen Offensive überein. Unterschiede gebe es vor allem bei der Bewertung des Umbaus: Während der eine Beitrag die strukturellen Probleme hervorhebe, stelle der andere die personelle Suche des Bundestrainers in den Mittelpunkt.
