CME Group Aktie: Wette auf Baseball
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 22:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
CME Group wagt sich auf neues Terrain: Die Terminbörse will am 12. Oktober Futures auf Baseball starten. Voraussetzung ist die noch ausstehende behördliche Prüfung. Nach Unternehmensangaben wären es die ersten Baseball-Futures weltweit.
So funktionieren die Kontrakte
Die Produkte basieren auf den CME FutureSports Performance Indexes, kurz CME FSPI. Sie bilden Statistiken der 30 Profiteams ab, gespeist aus offiziellen Ligadaten. Positive Aktionen auf dem Feld bringen Punkte, negative Spielzüge ziehen welche ab. Daraus entsteht eine regelbasierte Kennzahl, die sich handeln lässt.
Zum Start geht es um die Postseason 2026, zunächst mit den vier Clubs der League Championship Series. Standardkontrakte sind das Zehnfache des Index wert, Mikrokontrakte ein Zehntel davon. Gehandelt wird rund um die Uhr an einer regulierten Börse mit zentralem Clearing.
Die Indexmethodik orientiert sich nach Angaben des Konzerns an den IOSCO-Grundsätzen für Finanzbenchmarks und stützt sich auf veröffentlichte Governance-Regeln.
Tim McCourt, Global Head of Equities, FX and Alternative Products, spricht von einer Chance, "Investment- und Absicherungsdisziplin" in das Geschäft des Profibaseballs zu bringen. Marktbeobachter dürften das Vorhaben als Experiment mit unsicherem Ausgang werten: Ob sich für Sportstatistiken eine nennenswerte Liquidität aufbaut, ist offen.
Rekordvolumen im Rücken
Der Vorstoß kommt in einer starken Phase. Das durchschnittliche Tagesvolumen lag im dritten Quartal 2026 bei 29,4 Millionen Kontrakten, 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Es übertraf damit den bisherigen Rekord für ein drittes Quartal aus dem Jahr 2024. Haupttreiber waren Aktienindex-Produkte mit einem Plus von 23 Prozent und Devisen mit 19 Prozent.
Noch dynamischer wuchs das Auslandsgeschäft. Das internationale Tagesvolumen stieg um 22 Prozent auf neun Millionen Kontrakte, getrieben von Energie mit einem Plus von 40 Prozent. Landwirtschaftsprodukte legten um 28 Prozent zu. In Asien-Pazifik fiel das Wachstum mit 28 Prozent am höchsten aus, in allen Regionen lag es bei mindestens 20 Prozent.
Als Ursache nennt Handelschefin Julie Winkler geopolitische Unsicherheit und global anziehende Inflation, die Kunden zur Risikoabsicherung treiben.
Die Aktie schloss zuletzt bei 276,44 Dollar, ein Plus von 2,3 Prozent. Spürbar zum Umsatz dürften die Baseball-Kontrakte kaum beitragen. Sie zeigen aber, wie der Konzern neue Anlageklassen erschließen will. Nach dem Start am 12. Oktober lässt sich schnell ablesen, wie viel Interesse die Postseason-Kontrakte wecken.
CME Group-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CME Group-Analyse vom 8. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten CME Group-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CME Group-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
CME Group: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
