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BioNTech Aktie: Sahin sieht Impfstoff gegen neue Variante wirksam

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 07:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sahin hält den Schutz gegen eine neue Virusvariante für wahrscheinlich; BioNTech beendet zwei Forschungsprogramme und plant drei Werksschließungen bis 2028.

BioNTech: Impfstoffprüfung, Pipeline-Streichungen und geplante Werksschließungen
Abstraktes Laborumfeld mit medizinischen Forschungsgeräten und Glasphiolen als Symbol für biotechnologische Innovation. Illustration mit AI erstellt.

Am Sonntag äußerte sich BioNTech-CEO Ugur Sahin zu einer veränderten Infektionslage im Vereinigten Königreich. Im Südosten Englands zirkuliert eine neue, ansteckendere Variante des Coronavirus. Sahin bezeichnete es vor diesem Hintergrund als „höchstwahrscheinlich“, dass der COVID-19-Impfstoff des Unternehmens auch gegen diesen Erregerstamm wirksam sei.

Gleichzeitig wies der Unternehmenschef jedoch darauf hin, dass detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen weiterhin erforderlich seien, um verlässliche Daten vorzulegen und die Schutzwirkung zweifelsfrei nachzuweisen.

Analysten reagieren auf Pipeline-Bereinigung

Die neuen virologischen Fragestellungen treffen auf eine Phase, in der auch die längerfristigen Forschungsprojekte des Unternehmens neu bewertet werden.

Ausschlaggebend für die Korrektur war die Beendigung zweier klinischer Forschungsprogramme. Ahmad strich sowohl FixVac zur Behandlung von Melanomen als auch das Vorhaben iNeST gegen adjuvanten Darmkrebs aus dem Modell, nachdem BioNTech beide Vorhaben eingestellt hatte.

Bereits am 7. Oktober nahm auch Analyst Terence Flynn von Morgan Stanley eine geringfügige Anpassung vor. Flynn senkte das Kursziel von $115 auf $114 und bestätigte die Einstufung mit „Overweight“. Weitere Marktbeobachter nahmen die Beobachtung der Aktie mit einer neutralen Halteempfehlung auf.

Werksschließungen bis 2028 geplant

Neben den forschungsseitigen Weichenstellungen treibt BioNTech den Umbau seiner operativen Aufstellung voran. Am 28. September bestätigte das Unternehmen Pläne, seine Produktionsstandorte in Tübingen, Marburg sowie Idar-Oberstein schrittweise aufzugeben.

Die Schließungen der drei Werke sollen gestaffelt erfolgen und bis zum Jahr 2028 vollzogen werden. Dieser Schritt wurde unausweichlich, nachdem Verkaufsbemühungen ohne Ergebnis geblieben waren und sich keine Käufer für die betroffenen Anlagen finden ließen.

An der Börse zeigte sich das Papier zu Wochenbeginn verhalten. Gestern gab der Kurs um 0,7 Prozent nach und beendete den Handelstag bei 85,90 Euro. Mit dieser Notierung behauptet die Aktie einen Abstand von 1,4 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

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