USA, Iran

USA: Iran bereitet Raketenangriff auf Israel vor

01.10.2024 - 16:51:44

Irans Staatsführung steht unter Druck, denn Verbündete der Islamischen Republik sind nach israelischen Attacken geschwächt. Droht nun der befürchtete Gegenschlag?

  • Der Iran bereitet nach US-Erkenntnissen einen Raketenangriff auf Israel vor. (Symbolbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

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  • Im April hatten Irans Revolutionsgarden erstmals in der Geschichte Israel direkt angegriffen. (Archivbild) - Foto: Tomer Neuberg/Xinhua/dpa

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Der Iran bereitet nach US-Erkenntnissen einen Raketenangriff auf Israel vor. (Symbolbild) - Foto: Vahid Salemi/AP/dpaIm April hatten Irans Revolutionsgarden erstmals in der Geschichte Israel direkt angegriffen. (Archivbild) - Foto: Tomer Neuberg/Xinhua/dpa

Die US-Regierung warnt vor einem «unmittelbar bevorstehenden» Raketenangriff des Iran auf Israel. Dafür gebe es Hinweise, heißt es in einer Mitteilung eines Regierungsvertreters, die der Deutschen Presse-Agentur in Washington vorliegt. Ein solcher direkter Angriff werde schwerwiegende Folgen für den Iran haben. «Wir unterstützen aktiv die Verteidigungsvorbereitungen, um Israel gegen diesen Angriff zu schützen», erklärte der Regierungsvertreter. 

Auch der israelische Militärsprecher Daniel Hagari berichtete, die USA hätten Israel über Anzeichen für einen iranischen Raketenangriff informiert. «Unsere Luftabwehrsysteme sind vollständig vorbereitet und Flugzeuge der israelischen Luftwaffe patrouillieren derzeit am Himmel», sagte er. Aktuell habe Israel aber noch keine solche Bedrohung festgestellt. Verteidigungsminister Joav Galant beriet am Abend nach Angaben seines Büros mit Generalstabschef Herzi Halevi und hochrangigen Beamten über die Lage.

Israels Militär und Geheimdienste hatten zuletzt Irans Verbündete in der Region erheblich geschwächt. Ende Juli etwa wurde der Auslandschef der islamistischen Hamas in Teheran getötet. Irans Staatsführung schwor daraufhin Rache. Am vergangenen Freitag wurde mit Hassan Nasrallah, Chef der libanesischen Schiitenorganisation Hisbollah, ein weiterer und zentraler Verbündeter Teherans getötet. Zuvor hatten explodierende Funkempfänger, sogenannte Pager, hunderte Hisbollah-Funktionäre verletzt und etliche auch getötet. Es war seither unklar, ob und wie Irans militärische Führung darauf reagiert. 

Am Dienstag kam ein weiterer Schritt des israelischen Militärs hinzu: Erstmals seit fast zwei Jahrzehnten drangen israelische Bodentruppen wieder in den Libanon ein. Rund ein Jahr nach Beginn des Gaza-Kriegs verlagert sich damit der Schwerpunkt der Kämpfe in Richtung des nördlichen Nachbarlandes. Die Armee sprach von «begrenzten» Angriffen in Grenznähe auf Ziele der schiitischen Hisbollah, die eng mit dem Iran verbündet ist. 

Schon im April hatten Irans Revolutionsgarden (IRGC) zum ersten Mal in der Geschichte der Islamischen Republik einen direkten Angriff auf Israel ausgeführt. Dabei feuerten die IRGC-Luftstreitkräfte mehr als 300 Drohnen, Raketen und Marschflugkörper auf ihren Erzfeind. Der Angriff wurde erfolgreich abgewehrt. Der Iran reagierte damit auf die Tötung hochrangiger Generäle, die bei einem mutmaßlich israelischen Angriff in Syrien getötet worden waren.

Seit der Revolution von 1979 gelten die USA und Israel als Erzfeinde der Islamischen Republik. Mit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor knapp einem Jahr drohte mehrfach, dass sich der Schattenkonflikt zu einem Flächenbrand entwickelt. Irans Revolutionsgarden sind die Elitestreitmacht des Landes und gelten als deutlich schlagkräftiger als die reguläre Armee.

@ dpa.de

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